Unvollendeter Roman #2

Als Anders von seiner Mediokrität erfuhr, saß er zerknautscht mit einem Kater im Bus. Durch den Schädel rauschte ein akustisches Antiseptum, berstend, geröllend, und der Kater brummte. Gerade sägte ein elektrischer Gitarrero an seinen Gehörgängen, da schob sich ein angebetetes Frauengesicht vor ihn, scheuchte den Kater beiseite, der knorpelte sich in Anders‘ Brust zusammen, dann stöpselte sie ihm die Ohren frei und sagte sterbensernst, wie aus allen Wolken: Sie sind nicht verrückt, Sie ahmen nach. Anders‘ Schädel, zeitlupig, gusseisern, rostige Mechanik, knarrte diesem Satz entgegen: was – ? Nach Sekunden, das Gesicht verflogen, ein Echo verhallt, quietschte etwas in seinem Hirn. Dem Aufprall entkam er nicht.

Unvollendeter Roman #1

Ein gebügelter Mensch liest auf dem Weg zur Arbeit den obskuren Ratgeber „Die Kunst des klaren Denkens“ und sieht den Begriff „klar“ vor Augen wie sein aufgeräumtes Sockenfach, doch im Autor leuchtete während der Niederschrift die Klarheit tiefgekühlten Wodkas. Ein kleines Missverständniss, das in der Konsequenz tödliche Folgen haben kann. Der Mensch, in dem es unerwartet gurgelt, biegt eines Tages nach St.Pauli ab, auf der Suche nach Teresa Mulligan.

kein panther

dieser blick durch die jalousie macht mich jeden morgen so müde, alles ist nur jalousie und dahinter eine dürftige welt. 

mein bürogang, teppichdumpf von pc zu schrank zu tisch und von vorn, immer um die kaffeetasse, wach halt auf. 

und manchmal geht quietschend die tür auf und einer kommt rein und in den gliedern angespannte stille, was will der chef schon wieder, spielt das eine rolle, das hört bestimmt nie auf zu sein.