für Ashraf Fayadh

das jahr beginnt mit einer weltweiten lesung zur unterstützung des wegen „abfalls vom muslimischen glauben“ in saudi-arabien zum tode verurteilten lyrikers und künstlers Ashraf Fayadh. die lesung findet an orten auf der ganzen welt statt, von algerien über kuba bis china, australien und südafrika. in hamburg um 20 uhr im filmraum, müggenkampstr. 43. ich werde ebenfalls dort lesen.

aus dem aufruf des internationalen literaturfestivals berlin, das diese lesung mitinitiiert hat:

Fayadh ist eine Schlüsselfigur in der Vermittlung zeitgenössischer Kunst aus Saudi-Arabien für ein weltweites Publikum. Chris Dercon, der Direktor der Tate Modern und ein Freund des Dichters, hat ihn als „jemand beschrieben, der freimütig und mutig ist.” Zusätzlich zur Verleugnung des Islams wird Fayadh auch der Blasphemie und der Förderung des Atheismus in seiner 2008 veröffentlichten Gedichtsammlung „Anweisungen von Innen“ angeklagt. Fayadh hat dagegen versichert, dass die Gedichte „allein von mir als Flüchtling aus Palästina handeln … über kulturelle und philosophische Probleme. Aber religiöse Extremisten haben es als zerstörerische Ideen gegen Gott gewertet.

die gedichtsammlung ist bisher nicht in deutschland erschienen, einige gedichte daraus hat die new yorker lyrikerin und journalistin mona kareem ins englische übertragen.

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my grandfather stands naked everyday,
without banishment, without divine creation..
I have already been resuscitated without a godly blow in my image.
I am the experience of hell on earth..
earth
is the hell prepared for refugees.