Skizzen für Cyber-Punker:

Hamlet: das zweifelnde Bewusstsein ist zerstörerisch. 

Hollywood: die suche nach der Antwort auf die Frage „wer bin ich“ führt zur Stabilität. Auch: zum Ende der Erzählung.

Wenn eine Maschine sich selbst erkennt (ghost in the shell, blade runner), ist sie in der Lage zu wissen, zu erkennen, zu fragen „wer bin ich“ – und damit zu glauben und zu zweifeln. „Wenn ich bin, wer vermisst mich“ Ist eine künstliche Intelligenz in der Lage, sich soweit zu erkennen, dass sie Nihilist werden kann, dass sie enttäuscht wird, von Selbstzweifeln geplagt wird, dass sie sich selbst ablehnt? Ist sie in der Lage, Selbstmord (Amok, Terror) zu begehen? Ja, sehr wahrscheinlich.

Allmachtsphantasie: lässt sich Selbstzerstörung (Alkohol, Drogen, Wahn, Verschwörungstheorie) durch Programmierung aufhalten?

Nerdfrage: Ist Bewusstsein eine Frage des Betriebssystems? Ist Windows skeptischer als Linux? Welches system würde sich eher töten?

Soziale Frage: Ab wann beginnt die Maschine zu zweifeln? Ist eine gedemütigte, geplagte, von der Erkenntnis überforderte Maschine Hamlet-fähig? Gibt es die Hamletmaschine (Heiner Müller)? Das unglückliche Bewusstsein kann maschinell nicht ausgeschlossen werden.

Update: Wenn künstliche Intelligenz zukünftig alles besser kann, werden Roboter auch besser (ver)zweifeln können als der Mensch? 

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