fiktion X

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mich ausgerechnet, der immer in städten am fluss gelebt hat, ja nicht selten am fluss selbst, so dass mindestens ein fenster aufs wasser hinaus zeigte, und der, ohne dass es ihm klar war, die überzeugung pflegte, dass städte ohne fluss gar keine richtigen städte sind, weil ihnen die achse fehlt, an der sie sich ausrichten können, weshalb die bestenfalls eine ansammlung von gebäuden, straßen und plätzen darstellen, etwas mehr oder weniger grund- und richtungslos zusammengewürfeltes, ausgerechnet mich hat es in diese flusslose gegend verschlagen, in der das einzige wasser, das man zu sehen bekommt, jenes ist, das unaufhörlich vom himmel fällt, nicht als heftig prasselnder guss, sondern als laue dauerveranstaltung, als niesel-, faden- und strippenregen, der die ohnehin reichlich vorhandene erde anschwellen lässt und die über die als asphaltpisten durch die felder gelegten wege schwemmte – ein mit asphalt unterfüttertes lehmband, dem ich nachts, wenn mich die unruhe raustreibt, folge, während ich weiß, dass zur selben zeit an meinen früheren wohnungen die kähne vorüberziehen.

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