die netze

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die wohnung betrete ich in immer größer werdenden abständen. aus nicht näher zu nennenden gründen kann ich nicht oft zu hause sein. ich habe die fenster geschlossen und die vorhänge zugezogen. kehre ich zurück, verweile ich einen moment, bevor ich den schlüssel ins schloss stecke. ich bereite mich darauf vor, die wohnung anders vorzufinden, als ich sie verlassen habe, entweder vollkommen leer oder bevölkert von unzähligen spinnen, deren netze sich kreuz und quer durch sämtliche zimmer spannen. hinter dieser tür vermute ich stets meinen persönlichen limbus.

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