ausgedacht

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alle, die mit migranten, flüchtlingen, zuwanderern zu tun haben, in diesem bereich arbeiten, sich engagieren, einsetzen und dazu beitragen, dass „wir das schaffen“, sind heute auf hässliche weise betrogen worden. durch den erfundenen tod eines syrers. erfunden von einem ehrenamtlichen mitarbeiter einer berliner hilfsgruppe. warum er das tat, ist vorläufig unklar, und seine zu erwartende erklärung wird den schaden, den er der gesamten flüchtlingshilfe zugefügt hat, kaum lindern. diese arbeit lebt von ehrlichkeit, offenheit und dem engagement, um das zu ermöglichen und zu gewährleisten, was rechtsstaatlich notwendig ist für in deutschland schutz suchende bürger anderer staaten. diese ehrlichkeit und der hohe emotionale einsatz ist missbraucht, das hilfsanliegen der schutzsuchenden veralbert für eine drastische pointe. dies geschieht in einer phase, in der europa eine massive renaissance rassistischen und nationalistischen handelns erlebt, sich zutiefst inhumane und egoistische ansichten als politische standards etabliert haben und zuwanderung von den bevölkerungen in zunehmendem maß mit verachtung, arroganz, reichlich dummheit und blankem hass begegnet wird. in einer solchen situation ist die falschmeldung des toten flüchtlings das denkbar schlimmste ereignis, denn nicht allein das vertrauen in die arbeit der helfer wird massiv erschüttert, einmal mehr werden hilfesuchende benutzt für irgendeine groteske botschaft und die mit ihnen beschäftigten, ehrenamtlich oder angestellt, ebenso. die enorme verunsicherung in der europäischen gesellschaft wird durch die überforderung und/oder dummheit eines einzelnen potenziert und sich in jedem fall kontraproduktiv auswirken, für alle teile.
die katastrophe schreitet voran.

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