Geschenk

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Meine Tochter Lili mag nunmal Fillys (ihr Brüderchen Tolja mag die ziemlich kitschigen, fliegenden magischen Einhörner ebenfalls und steckt sie sich deshalb gerne in den Mund; seine große Schwester findet das dann wieder eklig). Zu Weihnachten hat sie sich eine Filly-Geschichte von mir gewünscht. Und hier ist sie:

 

Lilis Billy-Filly Weihnachtsgeschichtilly

Ein wunderherzliches, graumeliertes Filly mit eisroten Flügeln schnurpste auf einer Wiese im tiefblauen Gras nach Rumbawumpeln. Der gelbe Himmel war wolkenlos und die Sonne schien allerglücklichst hellgrün.
„Ich heiße Billy-Filly und auf dem Rumbaplaneten ist alles überall immer komisch“, sagte das Filly in die Kamera und lächelte lila. Dann hob es ein paar bananenförmige Äpfel auf und warf sie zurück an den Baum.
Da kamen zweiundzwandzig weitere Fillys herbeigewurschtelt. „Komm“, sagte Aqualux-Filly, „wir fliegen zum Erdbärbogen und stecken verspielen.“ Der Erdbärbogen, muss man wissen, leuchtet nur durch den Himmel, wenn die pink gepunkteten Bären aus allen Zitronen zur Erde fallen, also wenn es Erdbären regnet und die grüne Sonne strahlt. Das sieht toll aus!
Sofort flogen Billy-Filly und seine Bande los.
Aber jenseits der düsteren Staub-, Schmutz- und Kellerberge waren weit und breit keine Erdbären zu sehen, ganz zu schweigen von einem Bogen oder Zitronen. Der Himmel hatte sich ganz schmutzig verfärbt, wie wenn Tolja das Pinselwasser umgeschüttet hat. „Och, nicht traurig sein – lächeln“, sagte jemand hinter der Kamera. Doch Billy-Filly wollte nicht lächeln und auch die ganze Bande war sauer. „Hier ist ja alles ganz dings“, sagte Billy-Filly wütend, „und wer hat überhaupt die Erdbären versteckt?“
„Vielleicht suchen wir bei den Schokomöhren und Kekshühnchen?“, fragte Aqualux-Filly, das stellvertretender Anführerkönig war. „Gute Idee“, meinte Billy-Filly, die Königin vom Rumbaplaneten, denn nur Königinnen haben einen Namen, der sich reimt.
Und so kam es, dass auf dem Dachboden der Schlecht-Wetter-Mühle hinter den Staub- Schmutz- und Kellerbergen, wo die Kekshühnchen wohnten und Schokomöhren züchteten, wildes Gegacker zu hören war, denn sie sahen aus ihrem düsterschmutzigen Geheimversteck, dass die zornige Filly-Bande im Anflug war. Die Schlecht-Wetter-Mühle drehte sich so hastig, als hätte sie beim Friseur auf eine Zitrone gebissen. Aus den eisroten Mühlenflügeln rauschten jede Menge geheimversteckter Erdbären und flogen in höchstem Bogen zur Erde. Die grüne Sonne lachte und es sah wunderschönst aus.
Irgendjemand machte die ganze Zeit Fotos. „Die bekommen Oma und Opa zu Weihnachten“, sagte Filly-Billy und die ganze Bande jubelte. Dann gab es Spaghetti mit Tomatensoße.

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