06.11.2014

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soeben zufällig den trailer zum abschließenden teil der hobbits-trilogie von peter jackson gesehen. ein völlig überflüssiger film, wie das gesamte aufgeblähte projekt. überwältigungskino, schaueffekte mit nichts als sich selbst zum thema, manipulation durch tonnenweise musik, unwichtige weil steigbügelhaltende story für das herr-der-ringe-„epos“, monologische männlichkeit und eine konstruierte frauenfigur als feigenblatt, dazu eine ausgestellte lust am krieg führen. weil martialische schlachtengemälde gute bilder liefern, schnell und laut und bunt, außerdem vorher, zwischendurch und nachher kitschige erbauungsprosa für ruhige momente sorgt. kino als jahrmarktbudenzauber. das ist seit ungefähr einem jahrzehnt state of the hollywood-blockbuster-art. massenhaft comicverfilmung (es graut einem, wenn man die ankündigungen bzw androhungen der studios liest) vom gleichen schema: hauptsache explosionen, hauptsache helden, hauptsache kaputtmachen und dabei die welt retten. sogenannte autorenfilmer wie christopher nolan, dessen neuer film „interstellar“ hauptsächlich durch sein verschlungenes budget beeindruckt, bilden keine ausnahme. groß bunt laut. nicht, dass man von dieser art kino – klebrig und belanglos wie radiopop – irgendetwas anderes erwartete. trotzdem bin ich stets auf neue enttäuscht, mit welch trivialem quark man gefüttert wird. oder anders: welch enormer finanzielle aufwand betrieben wird, um uns letztlich doch ziemlich billig abzuspeisen.

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