wiesinger wiederum schwärmte davon, einen spaziergang zu machen. gerade jetzt, an diesem abend, der seit langem einmal wieder wirklich schön sei, sei es absolut unerlässlich, einen spaziergang zu machen. er habe ungeheure lust, noch ein wenig frische luft zu schnappen bzw. er könne sich eigentlich überhaupt nichts anderes vorstellen, als noch ein bis zwei stündchen an die frische luft zu gehen, denn nichts sei in seinen augen gesünder als frische, beim spazierengehen geschnappte luft. den ganzen tag hätten sie schließlich unterwegs im zug verbracht, wo die luft grässlich sei, maschinell und seelenlos, zudem in der regel zu kalt und auf der sonnenseite urplötzlich wieder zu heiß, so dass er, wiesinger, jetzt unbedingt einen spaziergang unternehmen müsse, er hätte da gar keine andere wahl, das sei unausweichlich. wandlinger erwiderte jedoch, dass er von der reise derart ermattet sei, dass er keinerlei kraft mehr für einen spaziergang habe, sei er auch noch so kurz, ja allein die vorstellung, nachdem er gerade angekommen sei, nun noch einmal einen ausgedehnten rundgang, im grunde eine weitere, zweite reise, wenn auch zu fuß, zu unternehmen, für ihn bereits in der vorstellung einen gewissen schrecken besäße, der ihn abhalte, daran auch nur den geringsten genuss zu empfinden. für ihn komme nur eine möglichkeit, den abend zu gestalten, in betracht, und das sei der gemeinsame, gesellige besuch eines kleinen, urigen wirtshauses, er wisse da eines in der direkten nähe. denn nichts sei für ihn schöner und genussvoller, als nach einer langen mühsamen wegesstrecke einzukehren und also auf diese weise anzukommen. man könne ja, eventuell, in den garten gehen und dort die frische luft genießen, um auf diese weise wiesingers bedürfnis um frischluft nachzugeben. doch wiesinger ließ sich nicht erweichen, nichts verachte er mehr als aus harmoniegefälligkeit und unterwerfungsdrang vereinbarte kompromisse, er lehne es ab, lediglich unter freiem himmel zu sitzen, wo er doch bereits den ganzen tag gesessen habe, er verspüre nun vielmehr einen deutlichen drang nach bewegung. und er, wandlinger, verspüre eben einen drang nach gemütlichkeit, das könne er, wiesinger, nicht einfach so ignorieren. etc.

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