beim versuch, sich den traum der vergangenen nacht aus den haaren zu bürsten, blieb ein tropfen blut hängen. die wunde war nicht tief und schloss sich während des morgenkaffees. doch der anblick des leuchtenden tropfens auf der borstenspitze beunruhigte ihn nachhaltig.

an den beinen seiner freundin lief es in bächen herab. er versuchte, es in einem bottich aufzufangen, es sollte als wandfarbe dienen. er stand vor seiner hütte in der wüste, das messer in den händen, nachdem er sie gerupft hatte. sie hatte ihm mit der schnabelspitze ein loch in den kopf gehackt, aber das rettete sie auch nicht. der transporter für das grillfleisch wartete bereits.

er zog einen breitkrämpigen hut auf. im nieselregen floss das rote ampellicht besonders leuchtend über den asphalt. bei den verkehrsbetrieben erschien er verschwitzt. die alltäglichen kollegen taten ihm gut, während der ersten fahrt durch den schacht dachte er kaum noch an den tropfen. in der ersten pause juckte die kopfhaut, er kratzte grind ab. während einer pause hatte er den anruf aus der verkehrszentrale entgegen genommen. betriebsstörung, eine frau hatte sich auf die gleise gestürzt. seine freundin, vor zwei jahren. er schnippte den grind vom finger. er hatte ihr immer noch nicht verziehen.

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