17.07.2014

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randnotiz: in der tat hat der gaucho-tanz einiger fußballweltmeister in berlin manche dinge wieder geradegerückt. dankbarkeit wäre allerdings die falsche reaktion, ebenso wie empörung. es ist wohl vielmehr eine gesunde enttäuschung. allzu sehr war man den inszenierungen und ikonografien des modernen deutschen fußballs, die überhöhung einer sportlergruppe zu einem politischen statement, auf den leim gegangen. glückliches, multikulturelles, weltoffenes land. ein intelligent vorgetragener und attraktiv anzusehender sport könne doch letztlich auch von keinen durchschnittlich intelligenten menschen betrieben werden. jedoch: diese mannschaft lebt zum banalen soundtrack einer helene fischer und ist nicht wesentlich intelligenter als seine fans, dirk niebel inbegriffen. und fußball ist nach wie vor ein von männerbünden geleitetes, chauvinistisches geschäft. und sport ist ein verdammt schwacher ersatz für kultur.

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