17.06.2014

Categories Kunst, Landschaft0 Comments

lese wieder fauser, immer wieder fauser.

es ist zu wenig sand in meinen geschichten. zu wenig schmutz, dreck, schlamm, abfall. das übliche. vor ca. tausend jahren nannte mich mal ein junger regisseur einen „schöngeist“, was er mit einer attitüde tat, bei der man kaum zwischen lob und verurteilung, anerkennung und verachtung unterscheiden konnte. ich bin mir heute, aus meinen eigenen gründen, sehr sicher, es war letzteres. schön, brav und behütet, unberührt von den zurichtungen der industriellen welt.

sand, dreck und abschaum stellen sich gegen diese hamburger welt. vorgestern in eppendorf. monotone weiße mittelklasse, gehobenere ansprüche, ikeageschmack in gründerzeithäusern, beflaggte balkone, ringsum alles grün und schön. dieser ort will nichts anderes kennen als sich selbst. wie wäre es stattdessen mit ein bisschen dung ins schlafzimmer?

und all die toten indianer / ersoffenen flüchtlinge gibts gratis dazu.

manche, wie johnny tristano, finden sich nicht in dieser welt und irren durch die nacht. das fauser-gefühl, mit lob und verachtung: „alles wird gut“.

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